aufgeschnappt & notiert

2021 Januar

Der zahnlose Tiger EU ...  errichtet einen neuen Feudalabsolutismus

... Jahre, in denen sich in Brüssel ein demokratisch nicht legitimierter EU-Bürokratismus entwickelte, der zwar kaum etwas Positives für seine Bürger hervorbrachte, dafür jedoch mit seinem Allmachtanspruch, der sich lässig selbst über die Verfassungsgerichtsbarkeit der Unionsstaaten hinwegsetzt, den Weg in ein ähnlich autokratisches Herrschaftsmodell fortsetzte, wie es in Chinas Bonzokratie längst Wirklichkeit ist.

>> (Tomas Spahn, bei TE am 5. Januar 2021)

 

... das neue Europa oder genauer die europäische Schulden- und Transferunion verabschiedet sich von der freien Marktwirtschaft und errichtet einen neuen Feudalabsolutismus, nur dass nicht mehr Hand- und Spanndienste zu leisten sind, sondern Steuern und Abgaben. Über die finanziellen Mittel in Höhe von 1,8 Billionen Euro verfügt die demokratisch nicht legitimierte Brüsseler Bürokratie. Aufzubringen haben die Summe die Nettozahler der Union, vor allem Deutschland, zum einen durch die direkten Zahlungen aus dem deutschen Steueraufkommen an Brüssel, zum anderen durch den Schuldendienst, denn das Budget wird zu einem beträchtlichen Teil durch die Verschuldung am Finanzmarkt aufgebracht. Der deutsche Steuerzahler wird also dreimal zur Kasse gebeten, durch Steuern, durch den Schuldendienst und durch den mittelfristigen Niedergang der Kreditwürdigkeit, der Bonität Deutschlands.

>> (Klaus-Rüdiger Mai, bei TE am 6. Januar 2021)

Platzhirsche

 

Manchmal sind wir Platzhirsche.

Keiner mag Enge. Wir alle brauchen Platz. Und deshalb beanspruchen wir ihn auch.

Wir haben einen Körper, wir haben viele Besitztümer und wir brauchen Raum dafür.

 

Bildlich gedacht gilt noch mehr:

Wir füllen Räume mit unserer Gegenwart, unseren Worten, unserem Lachen, unserem Auftreten.

Wir füllen Köpfe mit unseren Gedanken, unseren Einsichten, unseren Meinungen.

 

Das Problem:

Es gibt immer Raum-Probleme für Platz-Hirsche! Sie verursachen Konflikte – und neben ihnen kann niemand existieren. Diese Enge hat übrigens Paulus bei den Korinthern gespürt … und sie deshalb gebeten: „Gebt uns Raum bei euch!“ (2. Korinther 7,2 LUT)

 

Denk mal über Folgendes nach:

Immer, wenn du etwas von dem Raum freigibst, den du beanspruchst, schaffst du mehr Raum für die Gaben deiner Mit-Bürger, mehr Platz für die Präsenz deiner Freunde, mehr Weite für die Möglichkeiten deiner Mit-Menschen. Platz machen für die Stimme anderer, für die Meinungen anderer, für die Gaben anderer.

 

So – und nur so – entsteht ein Raum, der bis zum Rand gefüllt ist mit dem Besten, was jeder von uns einbringen kann ... und das ist allemal mehr, als wir allein zu bieten hätten.

 

Deshalb: Gib heute Platz frei für andere!

 

>> (MännerMail Nr. 792 / 14.01.2021 / Impuls von Armin Jans)

Ein aufwühlendes Gebet

 

Am 23. Januar 1996 wurde in Topeka, der Haupststadt des US-Bundesstaates Kansas, Pastor Joe Wright gebeten, die neue Wahlperiode des Senats zu eröffnen. Er eröffnete die Sitzung mit folgendem Gebet:

 

»Himmlischer Vater, wir treten heute vor Dich und bitten um Vergebung und suchen Deine Weisung und Führung.

  • Wir wissen, dass Dein Wort sagt: »Wehe denen, die Böses gut nennen«, aber genau das haben wir getan.
  • Wir haben unser geistliches Gleichgewicht verloren und unsere Werte verdreht. Wir bekennen das.
  • Wir haben die absolute Wahrheit Deines Wortes lächerlich gemacht und das Pluralismus genannt.
  • Wir haben andere Götter angebetet und das Multikultur genannt.
  • Wir haben Perversion gutgeheißen und das alternativen Lebensstil genannt.
  • Wir haben die Armen ausgebeutet und das ihr Los genannt.
  • Wir haben Faulheit belohnt und das Wohlstand genannt.
  • Wir haben unsere Ungeborenen getötet und das Selbstbestimmung genannt.
  • Wir haben Menschen, die Abtreibungen vornahmen, entschuldigt und das Recht genannt.
  • Wir haben es vernachlässigt, unseren Kindern Disziplin beizubringen, und das Selbstachtung genannt.
  • Wir haben Macht missbraucht und das Politik genannt.
  • Wir haben den Besitz unseres Nachbarn beneidet und das Strebsamkeit genannt.
  • Wir haben den Äther mit Pornografie und weltlichen Dingen verschmutzt und das Pressefreiheit genannt.
  • Wir haben die Werte unserer Vorväter belächelt und das Aufklärung genannt.

Erforsche uns, o Herr, und erkenne unser Herz, reinige uns von allen Sünden und mach uns frei davon ...«

 

Meines Erachtens hat Joe Wright damit den Nagel auf den Kopf getroffen! Unser größtes Problem sind nicht der Klimawandel oder Wirtschaftsfragen, sondern unsere Auflehnung gegen den lebendigen Gott!

 

>> (Daniel Zach. In: Leben-ist-mehr vom 20. Januar 2021)

Die Wahrnehmung steuert unseren Autopiloten

 

Unsere Emotionen:

  • Wenn wir uns als bedrängt wahrnehmen, werden wir wütend. Die Wut führt dazu, dass wir kämpfen.
  • Wenn wir uns als beschuldigt wahrnehmen, schämen wir uns. Die Scham führt dazu, dass wir beschuldigen (einen Schuldigen suchen).
  • Wenn wir uns als bedroht wahrnehmen, werden wir ängstlich. Die Angst führt dazu, dass wir flüchten.
  • Wenn wir uns als abgelehnt wahrnehmen, werden wir traurig. Die Trauer führt dazu, dass wir aufgeben.
  • Wenn wir uns hingegen als befähigt wahrnehmen, freuen wir uns. Die Freude führt dazu, dass wir uns und andere anerkennen. 

 

Oft reagieren wir auf Situationen, wo uns zum Teil eine konkrete Vorstellung fehlt oder die uns unbekannt sind. Und dann interpretiert unser Unterbewusstsein Gefahren sowie Zweifel und wir sind kaum in der Lage, echte Chancen zu erkennen.

>> (Wolfgang David Wray. Im Xing-Forum Über Gott und die Welt - 25.01.2021)

Eine Mutter, ein Junge und die Zukunft eines Volkes

 

»Ein jeder tut, was recht ist in seinen Augen« - so wird die Zeit beschrieben, in der Samuel geboren wird. Familien sind entzweit, die Gesellschaft ist gottlos, und im Gottesdienst bereichern sich die ruchlosen Söhne des Priesters Elis an den Opfern Gottes. Aber Gott sieht die Missstände und reagiert entsprechend. Er bringt Gericht über Eli und seine Familie und schenkt der gottesfürchtigen Hanna Gnade. Hanna lässt sich durch ihre gottlose Umgebung nicht davon abhalten, Gott zu dienen und ihm alle Not zu sagen. So bekommt sie ihren ersehnten Sohn und nennt ihn Samuel, das heißt »von Gott erhört«. Die Hoffnung Israels ruht zu dieser Zeit auf einer gottesfürchtigen Frau und einem kleinen Jungen, der sich Gott ganz hingibt. Diese bewegende Geschichte zeigt, dass die Zukunft von Gemeinde und Gesellschaft mit der Familie in einer Wechselbeziehung stehen.

 

Ein afrikanisches Sprichwort sagt: »Der Untergang eines Volkes beginnt in seinen Familien«

Und Konfuzius lehrte: »Die Stärke eines Volkes erwächst aus der Unversehrtheit seiner Familien«

 

Gottes Modell von Ehe und Familie wird heute mehr und mehr abgebaut. Die Rollen von Mann und Frau werden anders verteilt. Die wenigsten Kinder wachsen in intakten Familien auf. Selbst unter Christen stehen Scheidung und das Zusammenleben mit neuen Partnern auf der Tagesordnung.

 

Was ist zu tun? Wir müssen unbedingt Gottes Maßstäbe beachten und ungeordnete Verhältnisse neu ordnen. Ohne echte Buße und Umkehr zu Gott werden die Verhältnisse immer schlechter. Und die nächste Generation bleibt auf der Strecke. Wir erinnern uns heute an die Präambel unseres Grundgesetzes: Leben im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott. Das wird Gott segnen.

 

>> (Hartmut Jaeger. In: Leben-ist-mehr vom 27. Januar 2021)

Auftrag, Ziel und Lohn

Jetzt sollen wir mit unserem Leben Gottes Herrlichkeit für alle sichtbar machen, wir, die wir schon lange auf unseren Retter gewartet haben (Eph. 1, 3-14)

 

Ziel für Christen?

* dass alle Menschen gerettet werden? (Auftrag)

* ewiges Leben? (Lohn)

* unbeschwertes Leben? (eher nicht vgl. Apostelgeschichte)

* zu seinem Ruhm beitragen! (Ziel)

--> habe ich beim Lobpreis meine Gefühle oder Gott im Fokus?)

--> nicht: wo fühle ich mich wohl, sondern, wie kann ich in dieser Gemeinde zu Gottes Ruhm und Herrlichkeit beitragen?

 

>> (Impuls von Steffen Cramer: LM Heartbeat-Gottesdienst 31.01.2021)

2021 Februar

Widerspruch: Fasten passt nicht in Corona-Zeiten

 

 

München (IDEA) – Fasten passt nicht in Corona-Zeiten. Davon ist der beim Bayerischen Rundfunk tätige Redakteur Hans-Joachim Vieweger (München) überzeugt. In der Hörfunksendung „Zum Sonntag“ (Bayern 2) vom 20. Februar fragt Vieweger nach dem Grund des Fastens in einer Zeit starker öffentlicher Einschränkungen zur Pandemiebekämpfung: „Fasten? Jetzt? Wo wir doch schon seit Monaten Verzicht üben? Üben müssen!“ Auch die diesjährige protestantische Fastenkampagne „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden“ helfe nicht weiter und habe mit dem konkreten Leben wenig zu tun. „Noch schlimmer sind kirchliche Aufrufe zum Klimafasten oder zum fairen Wirtschaften“ wie sie mit der Fastenaktion des katholischen Hilfswerkes Misereor (Aachen) verbunden seien, so Vieweger. Politische Kampagnen würden dabei „religiös ummäntelt“. Wem etwa Klimaschutz ernst sei, warum dann nur in den sieben Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern. Säkulare Fastenaufrufe sind Vieweger zufolge meist vollkommen losgelöst von den religiösen Wurzeln. Fasten werde zum „Lifestyle-Event“. Gesund essen, Sport treiben und ein maßvoller Alkoholkonsum seien nicht nur in der Fastenzeit gut. Dagegen schlägt er vor, auf Pessimismus zu verzichten oder auf Angstmacherei vor weiteren Corona-Mutationen und neuen Infektionswellen.

 

Auf Gott konzentrieren

Wie Vieweger, der auch Sprecher des Arbeitskreises Bekennender Christen in Bayern (ABC) ist, weiter ausführt, spricht die Bibel von einem „falschen Fasten“, das zur Show wird. Jemand faste zwar äußerlich, doch die innere Haltung zu Gott und Mitmenschen bleibe unverändert. Dagegen gehe es Jesus Christus beim Fasten nicht um ein öffentliches Zurschaustellen der eigenen Frömmigkeit, sondern um eine geistliche Übung im Verborgenen. Laut der Bibel wollten sich Menschen in einer Fastenzeit neu auf ihre Beziehung zu Gott konzentrieren. Vieweger: „Fasten war oft mit dem Gebet verbunden, um deutlich zu machen: Das, worum ich bitte, ist mir so wichtig, dass ich bereit bin, dafür auf etwas zu verzichten.“ Vieweger selbst verzichtet nach eigenen Angaben in diesem Jahr zwar auf das Fasten, jedoch nicht auf die Passionszeit und damit an das „bewusste Bedenken des Leidens und Sterbens Jesu. Dass da ein Gott ist, dem wir nicht egal sind, der um unseretwillen Verzicht übt, also auf seine Allmacht verzichtet“, um jedem Menschen nahe zu sein. Das sei „eine so sensationelle Botschaft, die zu jeder Zeit bedacht gehört. Auch in Corona-Zeiten“, so Vieweger.

>> (Der Journalist Hans-Joachim Vieweger kritisiert kirchliche Fastenaktionen. In: idea/22.02.2021)

Wohin gehst du?

Der Physiker Albert Einstein, der seit 1933 in Princeton (US-Bundesstaat New Jersey) forschte, sitzt in einem Zug, der den Bahnhof Princeton verlässt. Als der Zugbegleiter die Fahrkarten kontrolliert, beginnt Einstein in seinen Taschen zu kramen. Doch er kann das Ticket nicht finden. Der Schaffner beruhigt ihn: „Herr Einstein, machen Sie sich keine Sorgen wegen der Fahrkarte. Ich weiß, wer Sie sind, und ich glaube Ihnen, dass Sie eine Fahrkarte gekauft haben.“ Als der Schaffner 20 Minuten später den Gang zurückgelaufen kommt, sucht Einstein immer noch. Erneut versucht der Kontrolleur, ihn zu beruhigen: „Bitte, Herr Einstein, sorgen Sie sich nicht um die Fahrkarte, ich weiß ja, wer Sie sind!“ Daraufhin der zerstreute Professor: „Junger Mann, ich weiß auch, wer ich bin, aber ich brauche meine Fahrkarte, damit ich weiß, wohin ich fahre.“

 

Wir haben den Startbahnhof unserer Lebensreise verlassen. Die Frage ist: Wohin sind wir unterwegs? Die Richtung stimmt, wenn wir in unserem Tun und Reden schon jetzt „mit ihm“, mit Jesus, unterwegs sind.

>> (Prof. Christoph Raedel. In: idea vom 25.02.2021)

2021 März

Merkel'sche Demokratie

Die intellektuelle, rhetorische und politische Mühe ernsthafter Debatten über echte weltanschauliche Unterschiede machen sich unsere Volksvertreter in der Ära Merkel nicht mehr (außer, wenn sie sich an der AfD abarbeiten). Wozu auch? Der Bundestag wurde von der Kanzlerin vasektomiert. Wenn überhaupt, lässt sie sich von handverlesenen außerparlamentarischen Freundeskreisen beraten und trifft dann mehr oder weniger einsame Entscheidungen, die das Parlament allenfalls noch durchwinken darf.

Und wenn es um die Corona-Politik geht, nicht einmal mehr das.

>> (Alexander Fritsch, in: TICHYS EINBLICK, am 10. März 2021)

Die „Faustformel“ fürs Glück

Viele Christen seien zurzeit extrem herausgefordert. „Wenn es uns gutgeht, singen wir vollmundig ,Jesus, du allein bist genug‘. Aber erst jetzt merken wir, ob das wirklich stimmt.“ Das Leben mit Gott sollte einen Sinn geben, aus der Beziehung zu Gott sollten wir unser Glück definieren. „Anspruch und Wirklichkeit klaffen da bei uns aber oft enorm auseinander.“ Christen sollten es wagen, wieder auf seine Antworten zu hoffen. „Nehmen Sie sich Zeit für einen

Gebetsspaziergang. Ich muss auch an Gott zweifeln dürfen und dann wieder lernen, mein Glück in ihm und mit ihm zu sehen. Dann finde ich es auch wieder in den kleinen Dingen im Alltag.“

>> Heike Nagel ist systemische Therapeutin, die in ihrer Praxis auch Seelsorge anbietet

 

Auch Gina Schöler spricht von bewusster Kontrolle der eigenen Gedanken und Taten. Dazu hat sie eine „Faustformel“ entwickelt. Der Daumen steht für Dankbarkeit: „In praktizierter Dankbarkeit findet sich Glück.“ Der Zeigefinger steht für Zeit: „Bauen Sie Pausen ein, nehmen Sie sich Zeit, durchzuatmen und Abstand zu bekommen zu allem, was gerade passiert.“ Der Mittelfinger steht für Miteinander: „Das soziale Netzwerk ist der wichtigste äußere Faktor für seelisches Wohlbefinden. Wir finden Glück im empathischen Umgang miteinander. Das kostet Kraft zurzeit, aber es tut uns so gut.“ Der Ringfinger steht für Reflexion: „Sich selbst zu spiegeln und abzugleichen, was gerade in einem los ist, was guttut, was Energie raubt, kann für einige Aha-Momente sorgen und so ein echter Meilenstein für das eigene Glücksempfinden sein.“ Und schließlich der kleine Finger, der steht einfach für Komik: „Denn nichts entspannt in der aktuellen Lage mehr, als mal von Herzen zu lachen.“

 

Ganz praktisch kann das bedeuten: Tagebuch schreiben, ein Dankgebet sprechen. Heike Nagel meint: „Wer anfängt, Gott zu danken, sieht womöglich erstaunt, wie viel Gutes er ihm geschenkt hat. Glück ist die Wirklichkeit minus meiner Erwartungen, sagt ein Sprichwort. Wir haben schon viel, wir müssen es nur sehen.“

 

>> Gina Schöler gründete 2013 ihr „Ministerium für Glück und Wohlbefinden“, eine bundesweite Initiative, die das Thema Glück spielerisch und kreativ ins Gespräch bringen möchte.

 

>> (Julia Bernhard, IDEA-Redakteurin. In: (idea/17.03.2021)

Kirchen scheinen einer „Gesundheitsreligion“ Platz zu machen

Nach Hoffmanns Worten sind viele Nichtchristen – auch unter seinen Fachkollegen – verblüfft oder gar enttäuscht über das „dröhnende Schweigen“ der Kirchen zu den verschiedenen Facetten von Corona. Es sei schon für den Staat ein Armutszeugnis, wenn er Menschen nur noch mit medizinisch-technischem Blick betrachte und ihm außer Warn-Apps, Testungen und Impfungen nichts einzufallen scheine. Noch viel schlimmer sei es, wenn auch die Kirchen den Menschen „nur noch als biologisches Wesen, als Fleisch und unter dem Aspekt der Volksgesundheit zu kennen scheinen“. Wenn beim Abendmahl das eigentliche „Realpräsente“ die „Infektionsgefahr“ sei, wenn Bewohner auch kirchlicher Altenheime „gnadenlos isoliert und noch im Sterben alleingelassen werden, wenn die Seelen im ‚Lockdown‘ geschlagener, ja missbrauchter Kinder nichts mehr zählen, könnte es sogar sein, dass die Kirchen heimlich, still und leise ihren Platz einer ‚Gesundheitsreligion‘ geräumt haben, mit der sie gar nicht erst konkurrieren wollen“.

 

Evangelische Kirche ist „kirchensteuerfinanzierte Religionsbehörde“

In dem Interview äußert sich der Philosoph ferner zu der Frage, was er landeskirchlichen Christen rät, die am ethischen Kurs und der „Gendertheologie“ der EKD verzweifeln. Er beobachte den Weg der EKD nicht mehr, so Hoffmann: „Ich habe für Dinge, die gar keinen brauchbaren Inhalt mehr haben, gar keine Zeit. Die kirchensteuerfinanzierten Religionsbehörden sind seit geraumer Zeit wirklich nichts anderes mehr als Vorfeldorganisationen des linken politischen Establishments.“ Laut Hoffmann wäre es „ein fataler Fehler, ihnen gegenüber noch irgendwelche theologisch-geistlichen Kategorien anzulegen“.

 

Evangelischen Christen könne er nur raten, sich im Sinne von Luthers „Freiheit eines Christenmenschen“ immer neu zu üben und dabei nicht zuletzt auch „alle falsche Befangenheit in Traditionen, alle Autoritätsgläubigkeit gegenüber Religionsbeamten abzulegen“. Ansonsten empfehle er ihnen die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK).

>> (Philosophieprofessor und Theologe Thomas Sören Hoffmann. In: (idea/19.03.2021))

Ulrich Parzany stellt hartnäckig die Frage, ob die Heilige Schrift auch dann verbindlich ist, wenn sie zum

gesellschaftlichen Mainstream quersteht.

(idea/24.03.2021)

2021 April

Kloppo und die großartigste Tat

„Da kommt jemand mit eindeutigen, klaren Aufgaben auf die Welt – die waren ja auch nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig – zu den Menschen, um zu beweisen, dass es Gott tatsächlich gibt ... Das war der positive Teil der Aufgabe, aber am Ende lastet er sich alle Sünden auf und lässt sich dafür sogar ans Kreuz nageln. Das ist einfach die einschneidendste Geschichte aller Zeiten, die es für mich als Christ gibt, weil sie alles verändert hat. ... Es ist die großartigste Tat, die jemals vollbracht wurde. Und wir alle sind nicht ansatzweise in der Lage, das jemals leisten zu können. Aber das müssen wir auch nicht, denn wir haben ja mit Jesus jemanden, der das für uns getan hat.“

>> (Jürgen Klopp, Fußball-Trainer und Christ: "Mein Glaube ist meine Grundfeste", Interview auf YouTube)